Der Schlüssel zur Freiheit

Wie Dir Stille dabei hilft, Dein unendliches Potenzial zu entdecken

Wir sprechen viel über Erfolg und positives Denken. Ich war letztens bei einem Konzert meiner ältesten Tochter Rachel Raphaela. Das Konzert hat mich als stolzen Papa sehr berührt und es hat mich vor allem der Gedanke berührt, wie viel Musik ausmacht. Was macht Musik so schön? 

Ich habe festgestellt, dass die Pause zwischen zwei Noten – dieser kleine Intervall an Stille – erst die Schönheit der Musik ausmacht. Das ist doch sehr interessant. Wir leben in einer Welt, in der es von Geräuschen nur so wimmelt. 

Wir werden manchmal den ganzen Tag lang mit Musik beschallt. Ich sitze also in diesem Konzertsaal und höre meine Tochter auf der Bühne wunderschön Geige spielen und stelle fest, da ist etwas, was diese Musik ausmacht. 

Natürlich sind das auch die Noten, aber es ist vor allem die Stille dazwischen, die alles so stimmig und richtig klingen lässt. 

Die Furcht vor der Stille

Stille ist ein gefährliches Thema, weil wir in unserer Natur die Stille so fürchten. Stille ist nämlich auch etwas, das man erfahren muss. Stille ist etwas, worüber man nicht sprechen kann. Während des Konzerts dachte ich mir, vielleicht ist es an der Zeit, einmal über Stille zu sprechen. 

Denn eines der größten Geheimnisse für Deinen Erfolg ist die Stille. Wir sprechen viel über Affirmationen, positives Denken, über Visualisierung, Quantensprünge etc.

 Das ist alles unglaublich wichtig, aber es ist auch wichtig über Stille zu sprechen. Wir leben in einer lauten Welt. Wir werden andauernd bombardiert mit lauter Musik, mit lauten Sirenen, Baustellenlärm … 

Manche wohnen vielleicht an einer lauten Straße und erfahren Lärm durch Lastwagen. Früher wurden die Straßen von Hand gefegt. Heute kommt eine Firma mit einem Hochleistungskompressor und fegt die Blätter in einer unglaublichen Lautstärke weg. 

Eine Straße zu fegen ist eigentlich eine sehr meditative Arbeit mit Geräuschen, mit denen man gut in seine Mitte kommen kann. Doch der Krach, den wir heute mit Rasenmäher, Motorrädern … machen, ist alles unnatürlicher Krach.

Wenn wir einmal darüber nachdenken, sind diese Geräusche eine wahre Zumutung. Sie sind geradezu eine Invasion in unsere Sinne. Wir wachsen als Menschen in einer Welt auf, in der es keine Stille mehr gibt und in der Stille fast nicht mehr ertragen werden kann. Stille muss mit allen Mitteln gefüllt werden, weil wir sie nicht mehr aushalten können. Das ist etwas sehr Interessantes. 

Unsere Kultur ist es, Stille immer füllen zu müssen. Man kann heute nicht mehr einkaufen gehen, ohne von Musik beschallt zu werden. Menschen steigen in ihr Auto ein und das Erste, was sie machen, ist das Autoradio einzuschalten. Ich sage immer die Kunst des Gesprächs und die Kunst des Zuhörens liegen in der Stille. 

Aber wie verläuft ein Gespräch zwischen zwei Menschen denn? Viele Menschen fangen an, sich unwohl zu fühlen. Stille im Gespräch wird schnell gefüllt, weil wir sie als kaum auszuhalten wahrnehmen. 

Doch wenn man die Stille für auch nur 10, 20 oder 30 Sekunden gehalten hätte, wären vielleicht wertvolle Dinge hochgekommen. Menschen neigen dazu die Stille mit “Geschwätz” zu füllen.

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In der Stille eröffnen sich neue Welten

Stille hat auch etwas mit Alleinsein zu tun. Seit ich mehrfacher Familienvater bin, weiß ich diese Stille besonders zu schätzen. Das Verrückte ist, auch meine Kinder wissen diese Momente der Stille zu schätzen, wenn man ihnen dabei hilft. Für viele Menschen ist in Stille, alleine zu sein eine Tortur. 

Sie kommen nach Hause und machen als Erstes den Fernseher an. Nur, um nicht der Stille ausgesetzt zu sein. Es ist so wie der französische Philosoph Blaise Pascal gesagt hat: “Das ganze Übel der Menschheit kommt daher, dass die Menschen nicht in der Lage sind, einmal für eine Weile alleine in einem Raum still sitzen zu können.”

 Es gibt diese Momente von Stille und was diese Stille so wertvoll macht, ist etwas ganz besonderes: Stelle Dir vor Du denkst einen Gedanken und dann einen zweiten und dritten. Ein Mensch denkt an einem einzigen Tag etwa 60.000 Gedanken. Tag für Tag. Stille ist der Zeitraum zwischen den Gedanken – so wie Stille in der Musik zwischen zwei Noten. 

Diese Stille ist etwas Kostbares, weil in diesem Raum der Stille, die manchmal vielleicht nur Millisekunden lang ist, wirst Du einen Frieden in Dir finden, der sich auch in Deinem alltäglichen Leben zeigen wird. Diese Art von Frieden würdest Du niemals kennenlernen, wenn Du nicht diese Stille zwischen zwei Gedanken hättest. 

Bei 60.000 Gedankengängen jeden Tag bleibt nicht viel Zeit für Pausen dazwischen. Doch wenn es Dir gelingen würde, Deine Gedanken auch nur um 10.000 pro Tag zu reduzieren, würden sich Dir Welten öffnen! Es gäbe vollkommen neue Möglichkeiten, die sich Dir erschließen würden. 

In dem Moment, in dem Du mit der Stille wirklich verschmilzt, in dem Du zu einer Einheit wirst mit der Stille, erhältst Du wieder eine Verbindung zu der Quelle, aus der Du kommst. Ich persönlich nenne diese Quelle für mich Gott. Vielleicht hast Du einen anderen Namen dafür. Das ist auch ok. Wenn wir den Raum von Stille zulassen, ist das der Augenblick, in dem wir wieder an unsere Quelle anknüpfen können. 

In dieser Stille liegt für alle großen Weltreligionen der Schlüssel zur Freiheit. Wenn Du Dich mit dieser Stille verbinden kannst und wenn Du diese Stille erfahren kannst, dann ist es egal, ob Du Protestant, Katholik, Buddhist, Moslem oder sonst etwas bist. 

Es ist vollkommen egal, denn in der Stille kann man sich nicht über die richtige Religion streiten. In der Stille kann man nur eine einzige Erfahrung machen: Nämlich mit der Stille zu verschmelzen, die mir sonst nicht zugänglich ist. 

Mutter Theresa, deren Beziehung zu Gott auch von Ringen und Zweifeln geprägt war, hat einmal gesagt: “Gott ist der Freund der Stille”.

In der Stille wächst unser Geist

Schau Dir die Natur an. Schau Dir die Bäume an, schau Dir das Gras an. All das wächst in der Stille. Schau Dir die Sonne, den Mond, die Sterne an und wie sie sich bewegen – in Stille. Wir brauchen diese Stille, um in der Lage zu sein, Seelen zu berühren. 

Affirmationen, positives Denken, all das ist enorm wichtig, aber heut möchte ich Dir einen Schlüssel geben, mit dem Du Dich mit Deiner Quelle verbinden kannst. Es ist der Raum zwischen den Noten, der Dich erst in die Lage versetzt, die Musik zu genießen. 

Ohne diese Lücke zwischen den Noten wäre alles nur ein einziger Krach. Alles auf dieser Welt kommt aus der Stille heraus. Deine Gedanken kommen aus einem Raum heraus und dieser Raum ist nichts anderes als Stille. Die ganze Essenz Deines Lebens kommt aus dem leeren Raum der Stille. Jede Art von Kreativität erfordert eine gewisse Stille. 

Wenn ich Menschen die Frage stelle: “Was willst Du wirklich? Was willst Du wirklich erreichen? Was sind Deine Ziele?” Es sind oft finanzielle Ziele dabei, es sind Beziehungsziele dabei, aber es sind auch oft Ziele wie “glücklich sein” dabei. Glück für mich kommt daher, dass ich nach einem würdigen Ideal strebe. 

So erreicht man wahres Glück und das Gefühl von innerem Frieden. Diesen Frieden findet man in der Stille. Es ist der Moment, in dem Du die Batterie für Dein Leben wieder völlig neu auflädst und Ängste loslassen kannst. Damit kannst Du Dich auch anderen Menschen wieder näher fühlen. 

Ich arbeite sehr viel und werde oft gefragt, wie ich es denn schaffe, ein so hohes Pensum zu leisten. Ich schaffe das, weil ich in meinen Tagesablauf immer wieder Momente der Stille einbaue. Ich nehme mir Momente, die ich bewusst nicht fülle und lasse mich auf diese Lücke ein. 

Auf diese Lücke zwischen den Gedanken. Was dann passiert ist sehr spannend: Wenn Du Dir diese Stille erlaubst, wirst Du weniger müde sein. Und dann hast Du wieder Zugang zu Deinen kreativen Energien. 

Wenn wir uns einmal ganz frei machen von jeder Religion, von jeder Definition von Göttlichem, und stattdessen selber in die Erfahrung hinein gehen, in die Stille hineingehen, tritt genau das ein, was Herman Melville gesagt hat: “God’s only voice is silence” (Gottes alleinige Stimme ist die Stille). 

Ich möchte Dir heute den Impuls mitgeben, dass Du Dir mehr Zeit für Stille in Deinem Leben nimmst. Eine der effektivsten Methoden, um Stille in Dein Leben zu bringen, ist Meditation. Und zwar am Besten täglich. Wenn ich das Wort “Meditation” sage, denken viele, dass sie im Schneider- oder Lotossitz da sitzen müssten und “Om” singen. Oder sie sagen direkt, sie wären nicht gut im Meditieren. 

Weißt du, es gibt keine guten oder schlechten Meditierer. Gib Dir einfach ein bisschen Zeit, um für Dich zu sein. Du kannst dabei sitzen oder liegen. 

Am Anfang werden Gedanken kommen, die Dich davon überzeugen wollen, dass das, was Du gerade tust, komplette Zeitverschwendung ist. Lass sie einfach kommen und wieder gehen. Wenn Du noch einen Schritt weiter gehen möchtest, habe ich eine Methode entwickelt, die Leben-im-Griff-Methode heißt (www.lebenimgriff.jetzt). 

Dort kannst Du Dir eine kostenfreie Meditationsinduktion herunterladen und für Dich einfach einmal testen. 

In der äußeren Welt will man, dass Du produktiv bist. Aber um produktiv zu sein, ist es wichtig, dass Du bei Dir bist, dass Du Stille aushältst und dass Dir weniger Gedanken durch den Kopf gehen. Wenn Du Stille nicht aushalten kannst, kann das sogar immense Nachteile in Deinem Arbeitsleben haben. Nehmen wir an, Du bist Vertriebler. 

Wenn Du eine Frage stellst, sorgst die Stille danach für Nachdruck. Wenn Du diese Stille zu früh brichst, redest Du Dich wohl möglich um Kopf und Kragen. Wenn Du die Stille brichst, wird Deine Frage wirkungslos. Stille ist ein unabdingbarer Teil Deines privaten wie auch Deines beruflichen Lebens. 

Du wirst feststellen, wenn Du meditierst und von dem, der Gedanken denkt, zu dem wirst, der Gedanken beobachtet, wirst Du nach und nach in die Lage kommen, Gedanken loszulassen und Lücken zu schaffen. Und dann wirst Du feststellen wie friedvoll diese Lücken sind. 

Meditation ist kein Leistungssport. Meditation sollte Teil unseres Lebens sein. Ich vergleiche Meditation immer gerne mit mentalem Duschen. Jeder weiß, dass der Körper regelmäßig gesäubert werden muss, aber was für den Körper gilt, betrifft auch unseren Geist. Der Geist ist es ja, der letztendlich für den Körper und die Resultate in Deinem Leben verantwortlich ist. Wie kann man diesen Geist pflegen?

Affirmationen, Visualisieren und positive Gedanken sind ein guter Start. Doch Du nimmst jeden Tag so viele Impulse auf mit Deinem Geist auf, so viele Gedanken und Ideen, die gar nicht Deine eigenen sind, von denen Du auch gar nicht mitbekommst, dass Du sie aufnimmst. Stille und Meditation schaffen für Dich eine Möglichkeit zur geistigen Reinigung. 

Du schaffst ganz bewusst eine Ruhezeit für Deinen Geist – ohne Lärm, Musik, Ablenkung und andere äußere Reize. Ein Teil der geistigen Reinigung findet im Schlaf statt. Wäre das nicht so, wären wahrscheinlich die meisten Menschen verrückt. 

Wenn Du in Deinem Leben aber mehr erreichen willst als der Durchschnitt, brauchst Du eine tägliche Routine zur mentalen Reinigung, mit der Du Deinen Geist gegen sämtliche schädlichen Einflüsse abschirmst. Es ist wichtig, Deinen Geist zur Ruhe kommen zu lassen und dabei wach zu bleiben. 

Wenn Du das schaffst und Meditation in Deine tägliche Routine einbaust, wirst Du bald wunderbare Nebenwirkungen feststellen. 

Die erste ist FOKUS: Es wird Dir leichter fallen, Dich auf die Dinge zu konzentrieren, die wirklich wichtig sind.

Es kommt außerdem ORDNUNG in Deinen Geist: Ordnung bedeutet die Dinge in die richtige Reihenfolge zu bringen. Wenn Du Deinem Geist den Raum gibst, ohne sinnliche Einflüsse einfach sein zu dürfen, kommt eine Ordnung und ein Frieden in Deinen Geist hinein.

Am Anfang kann aber auch das Gegenteil der Fall sein. Es kann sein, dass Du unruhig wirst. Es kann sein, dass unterdrückte Gefühle hochkommen. Aber denke immer daran: Sei Beobachter, nicht Teilnehmer! 

Stille im Alltag

Vielleicht fragst Du Dich gerade wie Du Meditation in Deinen Alltag einfügen kannst. Du musst nicht immer zuhause sein, sondern kannst alltägliche Situationen für eine kleine Lücke nutzen. Zum Beispiel eine rote Ampel, wenn Du mit dem Auto unterwegs bist. Nutze die Zeit, während die Ampel rot ist, um Deinen Geist in Einklang zu bringen. 

Auch, wenn es nur für eine halbe Minute ist, hast Du wieder getankt und Deine Akkus aufgeladen. Wir sind Energie und wir beziehen unsere Energie aus unserer Quelle. Manche Menschen rennen durch das Leben bis ihre Batterien komplett leer sind und müssen sich dann darum kümmern, wenn es bereits zu spät ist. 

Wichtig sind die kleinen Momente in Deinem Alltag zu setzen, in denen Stille einfach da sein darf. Das kann eine Pause zwischen zwei Telefongesprächen sein. Du wirst gegenüber Deinen Kunden eine andere Ruhe ausstrahlen. Du strahlst Stille aus. Und das wirkt sich auch auf die Kommunikation mit anderen aus. Du strahlst eine Ausgeglichenheit aus, die sich auf das Wohlbefinden Deiner Umwelt auswirkt. 

Das heißt die positiven Auswirkungen von Meditation enden nicht bei dir, sondern wirken sich auch positiv auf die Menschen in Deiner Umgebung aus. Ich bemerke das oft in meinem Familienleben. Wenn ich mir den Raum für Stille gebe, finden auch meine Kinder schneller wieder in die Stille. 

Das heißt eine regelmäßige Meditationspraxis wirkt nicht nur beruhigend und reinigend, sondern es hat genauso einen positiven Effekt auf das Wohlbefinden Deiner Familie, Deinen Partner, Deine Arbeitskollegen, Deine Freunde – auf Menschen, die um Dich herum sind. 

Bei regelmäßiger Meditationspraxis wirst Du eine Antwort auf die Frage erhalten “Was tue ich, wenn die Menschen um mich herum negativ sind?” Das ist alles eine Frage der Schwingung. Bei negativer Schwingung anderer Menschen gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder Du gehst in Resonanz zu dieser Schwingung oder Du bleibst in Deiner Schwingung und beeinflusst den anderen Menschen. 

Meditation bringt Dich in Kontakt mit der Quelle, lädt Deine Akkus auf, verbessert die Schwingung Deiner Mitmenschen und bringt Dir Frieden. Mache es für Dich selbst. Rede nicht darüber. Genieße den Augenblick zwischen den Noten, den Augenblick zwischen den Momenten in Deinem Leben!

Genieße Deine Stille!

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